Sonntag, 20. Juli 2014

Unser Weg zum WM-Titel als Cartoon

Seit einer Woche dürfen wir stolz in die Welt hinaus posaunen, dass wir Weltmeister sind. Dass sich nicht jeder über den längst überfälligen Titel freute beziehungsweise den Feierlichkeiten ein abruptes Ende setzen wollte, spiegelte sich in den schwachsinnigen Diskussionen über #Gauchogate wider.

Weltmeister sind wir aber dennoch und die Freude ist auch sieben Tage nach dem gewonnenen WM-Finale gegen Argentininen schier grenzenlos. Umso schöner, wenn zahlreiche Rückblicke auf die Weltmeisterschaft in Brasilien stets alles dafür tun, um das erfolgreiche Turnier weiterhin in Erinnerung zu behalten. Einer davon hat mir besonders gut gefallen, weshalb ich mich gezwungen sehe, diesen mit Euch zu teilen. Viel Spaß beim Anschauen!

Mittwoch, 16. Juli 2014

WM-Party durch rassistische Äußerungen versaut

In den vergangenen Wochen war es sehr still in meinem Blog. Der Grund dafür war eine Rucksacktour durch Brasilien, bei der die Fußball Weltmeisterschaft keine unwesentliche Rolle spielte. Dass die gut vier Wochen phänomenal waren, möchte ich in diesem Beitrag nicht weiter erläutern, da es mir heute um ein ganz anderes Thema geht.


So richtete mir am Anfang dieser Woche mein Freund Simon aus München nicht nur die allerbesten Glückwünsche zum Gewinn der Weltmeisterschaft aus, sondern teilte mir zugleich ein eher unschönes Erlebnis mit. Beim Public-Viewing des Finales Deutschland gegen Argentinien musste er sich während des Spiels ungewollt zahlreiche unschöne Kommentare anhören, die ihm jeglichen Spaß an einer für ihn bis dato wunderschönen Weltmeisterschaft genommen hatten.

Einen Auszug aus seiner Mail möchte ich Euch daher nicht vorenthalten:
Weswegen ich schreibe ist leider nicht so geil und hat mir gestern schon ziemlich die Stimmung versaut:
Und zwar sind wir in den Hirschgarten gegangen, um mit einigen tausend Deutschland-Fans das Spiel und den Titel zu feiern. Wir haben uns einen sehr coolen Platz mit perfekter Sicht herausgesucht. Somit beste Vorraussetzungen für einen gelungen Fussi-Abend.
Auf einmal stellen sich 3 Typen in Lederbuchse und Deutschlandshirt direkt neben uns. Ist ja nicht schlimm. Haben kurz gequatscht und schon beim zweiten Satz herausgefunden, dass es sau dämliche Nazis aus Graz (Österreich) sind. Somit war unsere Kommunikation mit den Typen schlagartig auf 0.
Als die Hymne gespielt wird, singen sie die Strophe "Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt, …“. Da war ich schon fassungslos und hatte keinen Bock selbst mitzusingen :(
Spiel geht los und die Jungs beschimpfen die Argentinier in einer Tour mit „Du scheiß Nutte, du Hure,…“. Dämlich, aber man kann es ja noch einigermaßen ignorieren. Nach einer halben Stunde war es mir dann echt zu blöd und wir haben den Stehplatz gewechselt, als die Typen voll bis oben hin gegen Farbige losledern und mit einem Palästinenser, der zufällig daneben steht, inbrünstig „Viva Palästina“ schreien :(
Das ganze hat mich echt schockiert und heruntergezogen. Erstens, dass es solch dämliche Menschen hier auf dem Planeten gibt. Und zweitens, dass es ja auch hier Gäste/Touristen gibt, denen ein krasses Bild vermittelt wird von den Deutschen!
Ich hatte echt bis fast zum Ende der zweiten Halbzeit daran zu knabbern. Da die Jungs auch voll bis unter die Hutschnur waren, habe ich nichts gesagt. Die haben auch nur nach einem Grund gesucht, um Krawall anzufangen…
Was meinst du dazu? Hoffentlich war die Stimmung bei euch besser und ihr konntet ausgelassener den Titel feiern!
Obwohl ich seit dem goldenen Tor von Mario Götze und dem damit besiegelten WM-Titel ein Dauergrinsen im Gesicht habe, so verpuffte dieses nach dem Lesen der E-Mail binnen kürzester Zeit. Es ist schon traurig, dass Personen mit solch einer Meinung hausieren gehen und anderen damit die Stimmung verderben.

Ob die geschilderten Aussagen auf einer nicht vorhandenen Intelligenz der beiden Grazer basieren oder die Aussagen tatsächlich die Einstellung der beiden repräsentieren, steht außer Frage. Für mich haben solche Äußerungen einfach nichts bei einem internationalen Event oder irgendeiner anderen Veranstaltung, wie es die Weltmeisterschaft nun mal ist, zu suchen - oder was denkt Ihr darüber?

Dienstag, 10. Juni 2014

Ab nach Brasilien - Reiseberichte von der WM bei rucksacktraeger.com

In zwei Tagen beginnt das Ereignis, auf das alle Fußballfans seit fast vier Jahren hingefiebert haben, die Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien. Wie auch schon 2010 in Südafrika habe ich das große Glück auch beim Turnier in diesem Jahr mit dabei zu sein, um die deutsche Nationalmannschaft anzufeuern.

Dank des Losglücks im Ticketausgabeverfahren der FIFA haben zwei meiner Freunde und ich Tickets für die drei Vorrundenspiele unserer DFB-Elf bekommen. Mit Portugal, Ghana und den USA dürfen wir uns zudem über drei überaus attraktive Gegner freuen. Die Vorfreude ist ungebrochen und ich freue mich schon sehr auf den morgigen Abflug nach Sao Paulo.

Doch anders als 2010, wo ich auf Sport mal anders einige Artikel zur WM veröffentlichte, wird in diesem Jahr der Fokus auf meinem Reiseblog rucksacktraeger.com liegen. Also werft doch mal einen Blick darauf und freut Euch auf den ein oder anderen (hoffentlich) ereignisreichen Blogpost aus dem fünftgrößten Land der Erde.

Donnerstag, 5. Juni 2014

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Freitag, 25. April 2014

Lasst die Panikmache beginnen

Es sind nur noch 48 Tage bis zur WM in Brasilien. Momentan scheint es fast so, als würden die Medien weitaus Wichtigeres zu tun haben, als erste Panikattacken bei den Fußballfans gezielt hervorzurufen. Denn eigentlich machen sie genau dies vor dem Beginn sportlicher Großveranstaltungen, weshalb ich diesbezüglich gerne einen kleinen Rückblick wagen möchte.

WM 2006: Die bösen Kroaten kommen 

Bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land vor acht Jahren gastierten die Kroaten vor und zwischen den Vorrundenspielen in meinem kleinen, aber wunderschönen, Heimatort Bad Brückenau. Für die Stadt selbst eigentlich ein Riesengewinn, wären da nicht diverse Fehlkalkulationen gewesen, die man sich vom Besuch der Kroaten versprochen hatte.

Zudem geisterten schon lange vor dem Beginn der WM Gerüchte über die ach so bösen Kroaten umher. In der Lokalpresse war von üblen Schlägereien bis hin zu potenziellen Vergewaltigungen zu lesen, welche auf die bayerische Badestadt zukommen könnten. Die anfängliche Euphorie der Unterfranken wurde durch die negative Berichterstattung frühzeitig gebremst.

Schade eigentlich, denn im Nachhinein stellte sich heraus, dass die wenigen Gäste aus Kroatien nicht friedlicher und freundlicher hätten sein können. Sofern während des Turniers doch mal ein Blumentopf in der Altstadt zu Bruch ging, lag die Schuld zumeist bei den betrunkenen Einheimischen.

WM 2010: Die Gewalt regiert in Südafrika

Auch Südafrika kam 2010 in den überregionalen Medien nicht wirklich gut davon. Hier war im Vorhinein nicht etwa die Rede von wüsten Kneipenschlägereien. Vielmehr drehten sich die Schlagzeilen gleich um die Themen Mord und Totschlag. Meine Oma veranlassten solche Meldungen gar dazu, sich große Sorgen hinsichtlich meines bevorstehenden Südafrika-Aufenthaltes zu machen und sich die Frage zu stellen, warum ihr Enkelsohn sich freiwillig einer solchen Gefahr aussetzen würde.

Das Regenbogenland wurde zum Scheitern verurteilt, noch bevor die Schiedsrichter auch nur ein Spiel angepfiffen hatten. Zugegeben ist Südafrika ein extrem gefährliches Reiseziel. Sofern man sich aber an bestimmte Regeln hält, ist die Wahrscheinlichkeit, dass einem etwas zustößt eher gering. In drei Worten zusammengefasst würde ich die Südafrikaner rückblickend wie folgt beschreiben: Gastgeberfreundlich, fanatisch, dankbar.

Bitter auch hier, dass einzelne Nachrichtenportale durch die Verbreitung verheerender Berichte vor der WM zahlreiche Fußballfans abgeschreckt hatten und diese somit indirekt zum Verbleib im sicheren Deutschland zwangen, anstatt die erste Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent mit den Einheimischen zu genießen und Freude zu verbreiten.

WM 2014: Was erwartet uns Schreckliches in Brasilien? 

Bisher hielten sich die negativen Berichterstattungen zu Brasilien noch in Grenzen. Doch je näher das Eröffnungsspiel am 12. Juni rückt, umso mehr negative Inhalte wird es in den kommenden Wochen zu Brasilien und seinen Bewohnern geben.

Mit dem tödlichen Dengue-Fieber und den zahlreichen Streiks, bei denen mehrere Menschen ums Leben kamen, wurde der Grundstein für die Panikmache bereits gelegt. Bleibt nur noch abzuwarten, wann dann noch die tückischen Kinderbanden von Rio de Janeiro oder die mörderischen Haie von Recife ins Spiel gebracht werden.

Mein Appell an die Medien: Macht die Weltmeisterschaft doch bitte nicht schon kaputt, bevor sie begonnen hat. Wie wäre es mit ein bisschen mehr Euphorie?